Ukraine

Kindern Tag für Tag Hilfe an die Hand zu geben, das ist bei der DiG unser Alltag.

Mit Herz und Verstand bemühen wir uns, jedem Kind da zu helfen, wo wir gebraucht werden. Dies tun wir mit ganzer Leidenschaft und meist weit über unsere Arbeitszeit hinaus.

Umso betroffener waren wir, als wir erleben mussten, was der Krieg in der Ukraine für viele dieser kleinen Menschen bedeutet. Und schnell war uns klar, dass wir auch hier helfen müssen.

Nicht nur durch eine großzügige Geldspende, sondern ganz gezielt da, wo wir gebraucht werden. Direkt an der Grenze zu Polen.

Und so starteten wir am Donnerstagmorgen gegen 3.30 Uhr mit einem von uns gemieteten Reisebus an die polnisch-ukrainische Grenze nach Korczowa. Ausgestattet mit zahlreichen Hilfsgütern, die wir vor Ort ausgeben würden.

Bei unserer Ankunft am frühen Freitagmorgen bot sich uns ein trauriges Bild.

Fast 2000 Menschen waren dort in einem stillgelegten Einkaufszentrum untergebracht. Junge Frauen, alte Frauen und viele, viele Kinder die die Nacht auf Klappbetten verbracht hatten und nun, ohne eine Idee was der neue Tag für sie bringen würde, auf Hilfe warteten.

Trotz der guten Organisation durch die polnischen Behörden war klar, dass niemand hierbleiben konnte und so war unser Reisebus innerhalb von 20 Minuten bis auf den letzten Platz besetzt.

Von Frauen und Kindern die uns ihr Schicksal in die Hände legten.

16 Stunden sollte unsere Rückfahrt dauern. Eine lange Zeit, die erstaunlich leise verlief, da die Kinder teilweise so traumatisiert waren, dass sie kaum sprechen konnten.

Eine kleine Freude konnten wir ihnen auf der Reise dann aber doch auch bereiten. Neben zahlreichen Malbüchern, Kuscheltieren und Spielsachen hatten wir nämlich auch noch eine Einladung zu McDonalds in der Tasche. Und so kamen unsere Gäste in den „Genuss“ von reichlich Pommes, Burgern und Happy Meals. Und beim Spielen mit den zahlreichen Luftballons brach dann so langsam das Eis und wir konnten uns auf der Weiterreise über das ein oder andere Kinderlachen freuen.

Nach einer spontanen Absage unseres ursprünglichen Ziels (Erstaufnahme Neumünster) gewährte uns dann Braunschweig im wahrsten Sinne des Wortes Asyl und gegen Mitternacht konnten wir die Geflüchteten hier in gute Hände übergeben.

Nach insgesamt 48 Stunden war unsere Reise schließlich zu Ende. Es war kräftezehrend, traurig und sehr berührend. Aber es war jeden Kilometer und jede fehlende Stunde Schlaf wert.

Denn wir haben das getan, was unser tiefster innerer Antrieb ist:

Wir haben Menschen den Weg zu einer besseren Zukunft geebnet.

Von ganzem Herzen gerne!

(Die beigefügten Fotos dürfen wir mit Genehmigung der Mütter zeigen.)